"Je früher, desto günstiger" stimmt beim Buchen von Flugtickets häufig, aber nicht immer. Und umso seltener bei Germanwings, Ryanair, easyJet & Co. Wie entwickeln sich Flugpreise im Vorlauf zum eigentlichen Flugdatum? Wie sieht so etwas graphisch aus und was ist eine Flugkurve? Wann bucht man am besten? Wie verdienen Billigflieger trotz Tickets zum Preis von 0,01 € Geld?
flugkurve.de gibt Antworten!
Nach Flugzeug, Bus und Boot bietet easyJet seit neuestem auch eigene, "günstige" Unterkünfte an. Dazu zählt u.a. das easyJet Hotel "Berlin Hackescher Markt".
Neuer Streckenrekord. Im September, genauer am Freitag, den 17.09.2010, bietet AirBerlin auf der Relation Köln/Bonn - Berlin zwischen morgens 06:15 Uhr und abends 21:45 Uhr 12 (!!!) Flüge an. Bis auf eine kleine Mittagspause gibt es den Flieger fast im Stundentakt! Das kommt fast an die Deutsche Bahn heran, die bedient diese Strecke im Stundentakt. Da macht AirBerlin seinem ehemaligen Wahlslogan ("City Shuttle") alle Ehre ...
Tata! Hier ist sie: die langweiligste Flug"kurve", die flugkurve.de jemals präsentiert hat. Da hat sich zwischen zwei Monate und zwei Tage vor Abflug überhaupt nichts getan. Die 55,20 € netto hätte man immer bekommen. Manchmal lohnt sich früh buchen nicht. Manchmal lohnt sich lange warten nicht. Manchmal lohnt sich aber auch beides nicht.

Nachdem Ryanair vor ein paar Monaten damit anfing, "Restkapazitäten" anzuzeigen feilte man nun ein weiteres Mal am Wording herum. Wahrscheinlich haben die Iren um Michael O'Leary nun eine Schar von Anwälten damit beauftragt, den Text so zu basteln, dass er keine Angriffsfläche für mögliche Beschwerden des Endkunden zulässt.
Die Iren lassen sich aber auch ständige neue witzige Dinge einfallen. Seit neuestem muss man, wenn man auf der Homepage von Ryanair Preisinformationen abfragen möchte, bestätigen, dass man die Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiert hat. Damit will sich der Carrier aus Irland u.a.
Binnen 7 Monaten hat AirBerlin schon zum zweiten Mal den Kerosinzuschlag erhöht. Schlug die Airline im Oktober noch 20,00 € auf jeden Flugpreis pauschal für Kerosin oben drauf (neben "Steuern und Gebühren" i.H.v. 3,00 €), so stieg die Belastung auf zunächst 25,00 € (November 2009) auf nun 27,00 € (Juni 2010). Insofern schwierig nachvollziehbar, als das der Euro ja gerade gegenüber dem Dollar, der Basiswährung für Öl, mächtig an Boden verliert.
Sonst ist AirBerlin ja das Paradebeispiel für stetig steigende Flugpreise je näher sich der Abflug nähert. Konkret gilt dies auch für die Verbindung zwischen Rheinland und Bundeshauptstadt. Aber diesmal werden wir eines Besseren belehrt: es geht auch anders, wie nachfolgende Flugkurve zeigt.
Nachdem AirBerlin erst neulich (im März) auf alle Flugpreise 95 cent pauschal aufschlag, man sich aber immer noch an definierten Preissprüngen orientieren konnte (1,00 €, 6,95 €, 16,95 €, 26,95 €, 32,95 €, 46,95 € usw.) haben das die Berliner nun auch noch aufgegeben.
Es gibt auch Fälle, in denen Low Cost Airlines ihre Kunden mal nicht veräppeln. Sonst scheinen Umstellungen im System ja offensichtlich immer mit höheren Endpreisen für den Kunden einherzugehen (siehe z.B. die pauschale Erhöhung der Flugpreise bei AirBerlin im März 2010 um 95 Cent).
Langsam wird's langweilig, aber die Verbindung von der bayrischen Landeshauptstadt in das 17. Bundesland im sonnigen Süden trägt - wenn ich das richtig gezählt habe - jetzt schon zum siebten Mal den Titel "Flugkurve des Monats". Immer mit unterschiedlichen Charakteristiken, heute: um den Nullpunkt 60 € schwankend, hinten raus ein wenig langweilig.
Ich verspreche, dass war der letzte prominente Auftritt dieser Relation unter dieser Rubrik. Andere Mütter haben auch schöne Töchter ...